Digitalforschung, Digitalvermittlung

Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation verändern sich teilweise radikal durch neue digitale Aufbereitungs- und Vermittlungsformen. Dabei kommt es zu extremer Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: Während die einen noch traditionell forschen, publizieren und kommunizieren, arbeiten die anderen selbstverständlich mit Twitter, Blogs und Wikis, propagieren Open Science und praktizieren allein dadurch eine neue Form der Wissenschaftskommunikation. Denn wer im Dienste der Forschungsfreiheit nicht nur eine schrankenlose Digitalisierung, sondern auch die Veröffentlichung etwa von Rohdaten fordert, öffnet die Wissenschaft auch stärker für die Öffentlichkeit. Dieser Ungleichzeitigkeit konnte man auf dem sehr reichhaltigen Workshop-Tag „Mediale Welten – Wissen, Information und Kommunikation im digitalen Umbruch“ am 1. September 2014 in Berlin nachspüren, bei der ich auch vorgetragen habe. Bei der gemeinsamen Veranstaltung der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz wurden die Chancen und Risiken der digitalen Technologien diskutiert. Die Tagung fand im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Gesellschaft“ statt.